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Der Vogelhändler

Der Vogelhändler

Operette in drei Akten von Carl Zeller

Zum Stück

In einer Dorfgemeinde in der Pfalz hat man sich kollektiv der Wilderei verschrieben. Deshalb sorgt die Nachricht, dass der Landesfürst zur Jagd komme, für ziemliches Entsetzen. Weder sein Wunsch nach einem Wildschwein noch der nach einer Audienz mit einer Jungfrau kann erfüllt werden, weil es beides im Dorf nicht mehr gibt. Baron Weps, des Fürsten Jägermeister, ist bereit, gegen ein hohes Bestechungsgeld dem hohen Besuch ein zahmes Hausschwein sowie eine junge Witwe als Jungfrau zu präsentieren. Als der Fürst überraschend sein Kommen absagt, müsste Weps die lukrativen Bestechungsgelder zurückzahlen, was er jedoch keineswegs im Sinn hat. Also erlaubt er seinem Neffen Stanislaus, den Fürsten zu spielen. Just zur selben Zeit kommt der Tiroler Vogelhändler Adam (Grüß' enk Gott, àlle mitanander") auf Besuch zu seiner Braut Christel, die dem falschen Fürsten im Pavillon eine Bittschrift für den Geliebten überreicht. Adam vermutet dahinter ein heimliches Rendezvous seiner Christel mit dem Fürsten und löst daraufhin die Verlobung. Stanislaus' frecher Schwindel fliegt nur deshalb auf, weil die Fürstin, als Bauernmagd Marie verkleidet, ins Dorf kommt, um ihren Gatten heimlich beobachten zu können. Adam findet in dieser angeblich treuen "Marie" schnell einen Ersatz für seine angeblich untreue Verlobte "Schenkt man sich Rosen in Tirol". Bei der Produktion dieser Operette können die "Südtiroler Operettenspiele" nun auf 10 Jahre Tätigkeit und Erfahrung zurückblicken. Viele Sängerinnen und Sänger standen in dieser Zeit auf der Bühne und haben das Publikum begeistert. Somit ist ein Ensemble entstanden, welches zum fixen Bestandteil geworden ist, das aber jedes Jahr mit jungen Talenten ergänzt worden ist. Namen wie Clara Sattler, Toni Klotzner, Georg Hasler, Roman Pichler, Leo Ploner, David Thaler u.v.a. sind mit den Operettenspielen gewachsen und werden auch bei der Jubiläumsproduktion 2018 auf der Bühne stehen.